Laßnitzer Volksschauspiele: Das Schäferspiel

23/02/2024

Freitag

Ort

Kultursaal Lassnitz
8850 Murau

Uhrzeit

20:00 Uhr

Am Programm der Laßnitzer Volksschauspiele, die 2016 in das österreichische Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen wurden, steht heuer das „Schäferspiel“.

Die Texte werden in alter Mundart in Prosa oder Reimform und häufig als Lied vorgetragen, wobei Gestik und Mimik weitestgehend vorgegeben sind. Zu früheren Zeiten wurden die Laßnitzer Volksschauspiele in bäuerlichen Stuben (Stubenspiel) und später auch in Gasthäusern aufgeführt. Heute wird der Kultursaal Laßnitz genutzt, wobei als Kulisse immer bloß ein schlichter Vorhang dient. Es werden keine Bühnenbilder und kaum Requisiten verwendet – also ohne theaterhafte Aufmachung gespielt –, was eine fantasievolle Auseinandersetzung mit dem Spielgeschehen vom Publikum verlangt.

 

Das Schäferspiel

 

Inhalt:
Die zentrale Rolle des Schäferspiels hat die Schäferin inne. Sie sehnt sich nach einem anderen Leben – weg von der Eintönigkeit auf der Weide des guten Hirten. Sie will das Leben in vollen Zügen genießen und verlässt den guten Hirten trotz seiner Hinweise auf mögliche Gefahren und Folgen. Der Teufel und der Jäger als sein Handlanger freuen sich über diese Entwicklung. Auch der Engel kann die Schäferin von ihrem Wunsch, die „Lustbarkeiten“ des Lebens zu genießen, nicht abbringen. Die Schäferin lässt sich schließlich mit dem Jäger ein und geht mit ihm. Der gute Hirt sucht sein „verlorenes Schaf“, um es vom Weg der Sünde abzubringen, der es in die Hölle bringen wird. Vom Pilger wird er bei seiner Suche unterstützt. Erst als der Tod der Schäferin ihr Sterben ankündigt, besinnt sich die Schäferin und kehrt trotz der Versuche von Jäger und Teufel zum guten Hirten zurück.