Volkskundemuseum am Paulustor Das Volkskundemuseum widmete sich 2025 mit dem ganzjährigen Partizipationsprojekt „Altersgeschichten“ der Thematik „Wohn- und Lebensverhältnisse von Menschen im Alter 65+“. Im Rahmen von Inhaltsworkshops, verbunden mit Lehrveranstaltungen und Outreach-Formaten, wurden persönliche Erfahrungen erhoben und in Kontext mit gesellschaftlichen Gegebenheiten gesetzt. In Kooperation mit dem Institut für Wohnbau der TU Graz und dem Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung wurden drei zentrale Themenstränge herausgearbeitet: „Gesundheit, Bewegung und Mobilität“, „Kommunikation und Teilhabe“ sowie „Emotionales Erleben“. Auf dieser Grundlage wird im kommenden Jahr eine Ausstellung entstehen. UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM, ABTEILUNG VOLKSKUNDE PERSONELLES Leiterin der Abteilung Volkskunde (Volkskundemuseum und Österreichisches Freilichtmuseum Stübing): Dr. Claudia Unger (bis 10/2025) Mag. Michaela Steinböck-Köhler (ab 11/2025) Hirten- und Krippenlieder. Foto: Philip Pilgram. Mit der Sonderausstellung „Man will uns ans Leben. Bomben gegen Minderheiten 1993–1996“ wurde der Opfer des Briefbombenterrors in den 1990er-Jahren in der Steiermark gedacht. In „UnSicherheiten als Alltag“ (als Teil 4 der Dauerausstellung) griff das Museum ein für die Gesellschaft zentrales Thema auf: Was macht uns Menschen Angst, lässt in uns ein Gefühl der Unsicherheit entstehen, und wie setzen wir uns damit auseinander? Die traditionsreichen „Hirten- und Krippenlieder“ in der Antoniuskirche fanden mit Sara Glanzer eine würdige Nachfolgerin von Zuzana Ronck und konnten vor ausverkauftem Haus aufgeführt werden. Ein für das Museum erfolgreiches Jahr ging damit zu Ende. KULTURELLES ERBE 42
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