Gelebte Volkskultur 2026

GELEBTE Volkskultur ~ FOKUS VOLKSKULTUR ~ 1/2026

GELEBTE VOLKSKULTUR Simon Koiner-Graupp: Warum wir zusammenkommen und gemeinsam stärker sind. S. 4–5 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE S. 6–37 Steirischer Blasmusikverband Chorverband Steiermark Steirisches Volksliedwerk Landestrachtenverband Steiermark Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Steiermark Verein Steirische Sänger- und Musikantentreffen Bund Steirischer Heimatdichter KULTURELLES ERBE S. 38–51 Volkskundemuseum am Paulustor Österreichisches Freilichtmuseum Stübing Museumsforum Steiermark MUSIS – Der Steirische Museumsverband Immaterielles Kulturerbe VOLKSKULTUR GEMEINSAM GESTALTEN S. 52–61 Volkskultur Steiermark GmbH Referat Kunst, Kulturelles Erbe und Volkskultur Volkskulturpreis des Landes Steiermark VERBANDSÜBERGREIFENDE HIGHLIGHTS S. 62–67 Aufsteirern A Steirische Roas INHALT IMPRESSUM FOKUS VOLKSKULTUR, Jg. 5, 2026/1 Medieninhaber und Herausgeber: Volkskultur Steiermark GmbH, Sporgasse 23, 8010 Graz Geschäftsführung: Mag. Simon Koiner-Graupp Gesamtredaktion: Mag. Simon Koiner-Graupp | Layout: The Schubidu Quartet Lektorat: Dr. Rosemarie Konrad | Druck: Druckhaus Thalerhof Für die Berichtsinhalte der einzelnen Verbände, Vereine und Institutionen verantwortlich zeichnet die jeweilige Leitung. © Volkskultur Steiermark 2026. Alle Rechte vorbehalten. Coverfoto: Aufsteirern 2025. Foto: Erwin Scheriau. 16

Vorwort Sehr geehrte Damen und Herren! Liebe Freunde der Volkskultur! Die Volkskultur ist das Herz der Steiermark. Sie verbindet Vergangenheit und Gegenwart, stiftet Identität und schafft Gemeinschaft. In Musik- und Trachtenvereinen, Chören und bei Festen wie dem Aufsteirern, der Steirischen Roas oder regionalen Kirchtagen wird sie mit großer Leidenschaft gelebt. So wachsen Kinder und Jugendliche mit Werten wie Zusammenhalt, Verantwortung und Heimatverbundenheit auf. Musikschulen, Vereine und Familien tragen diese Tradition mit viel Engagement weiter. Wie stark die Volkskultur in der Steiermark verwurzelt ist, zeigen beeindruckende Zahlen aus dem Jahresbericht der volkskulturellen Verbände und Institutionen: Rund 19.500 Blasmusikerinnen und Blasmusiker in fast 390 Kapellen, 140 Volksmusikgruppen sowie jeweils etwa 12.000 Mitglieder in Trachtenvereinen und im Chorwesen stehen für gelebte Gemeinschaft und kulturellen Reichtum. Als Landeshauptmann und Referent für Volkskultur erfüllt mich besonders das Projekt „Steirer feiern – Josefitag(e) in der Steiermark“ mit großer Freude. Es soll ein Beitrag zur Stärkung und Wiederbelebung unseres Landesfeiertages sein: Alle sind eingeladen, unseren Landesfeiertag gemeinsam zu gestalten und mit Leben zu füllen. Damit setzen wir ein starkes Zeichen: Wir stehen zu unserer Heimat und sind stolz auf das, was uns verbindet. Mein aufrichtiger Dank gilt allen Steirerinnen und Steirern, die mit Herz und Einsatz unsere Volkskultur bewahren und an die nächsten Generationen weitergeben. Ein steirisches „Glück auf!“ Ihr Foto: Fabian Walcher. Mario Kunasek Landeshauptmann der Steiermark 3

GELEBTE VOLKSKULTUR Warum wir zusammenkommen und gemeinsam stärker sind. Vor fast 20 Jahren, im Jahr 2007, festigte sich im Land Steiermark der Wunsch, die Bedeutung des volkskulturellen Geschehens und der volkskulturellen Traditionen in der Steiermark stärker sichtbar zu machen – ein Anliegen, das 2008 mit der Gründung einer Tochtergesellschaft umgesetzt wurde. Seit damals kümmert sich die Volkskultur Steiermark GmbH um das Zusammenwirken der Verbände, die Medienarbeit, gemeinsame Initiativen und das Miteinander in der Volkskultur. Nach beinahe zwei Jahrzehnten ist es legitim, den Gründungsgedanken dieser Institution zu hinterfragen und gleichzeitig auf das zu blicken, was gelungen ist und was noch gelingen kann. Dabei fällt insbesondere im Vergleich mit anderen Bundesländern auf, welche Chancen eine solch koordinierte Zusammenarbeit ergibt. Mehrmals im Jahr finden innerhalb der volkskulturellen Verbände und ihrer Kooperationspartner Arbeitssitzungen in unterschiedlichen Formaten statt, um Meinungen und Wissen auszutauschen, sich abzustimmen, Projekte voranzutreiben und voneinander zu hören, zu wissen und zu lernen. Nicht selten kommt es dabei vor, dass sich beim Reden (dort, wo in der Steiermark bekanntlich die „Leut z’ammkommen“) völlig neue Blickwinkel ergeben, sich neue Initiativen 4

EINFÜHRUNG All diese Beispiele verdeutlichen, wie wichtig das Zusammen- wirken der Volkskulturschaffenden gerade in Zeiten knapper werdender Budgets in den kommenden Jahren sein wird. und Kooperationen entwickeln. Es sind genau solche Momente, in denen klar wird, wozu derartige Treffen – insbesondere in Form von realen Begegnungen von Menschen – fähig sind. Sie führen Menschen, Meinungen, Perspektiven und Ideen zusammen. Gemeinsame Initiativen wie der österreichweit einzigartige Hochschullehrgang „Musik, Tanz und Handwerk aus der Steiermark: Volkskultur in der pädagogischen Praxis“, die zusammen mit dem Steirischen Volksbildungswerk entwickelte Idee einer verbandsübergreifenden Fortbildungsschiene – der „Vereinsakademie Steiermark“ – oder auch die regelmäßige mediale Präsenz wären ohne Koordination unter einem Dach weder möglich noch sinnvoll. Auch die Rolle als Schnittstelle und Ansprechpartner für Institutionen auf Bundes- oder Europaebene ist wichtig, um zentrale Kanäle des Wissenstransfers zu schaffen und einen raschen und effizienten Informationsaustausch zu gewährleisten. Beispielsweise konnten durch die Unterstützung der Volkskultur Steiermark GmbH in den vergangenen Jahren mehrere steirische Traditionen in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Die Bündelung unter einem gemeinsamen Dach ermöglicht darüber hinaus ein starkes Lobbying für volkskulturelle Anliegen und fördert einen umfassenden Blick auf die vielen und bunten Facetten des Themas. Publikationen wie diese machen die Breite des volkskulturellen Angebotes unseres Bundeslandes erst sicht- und spürbar. Neben der notwendigen und zu Recht geforderten finanziellen Ausstattung profitieren die Verbände und Vereine nämlich auch von einem breiten Netzwerk, abgestimmter Kommunikation und den Synergien eines Hauses für alle. Auch dieser Jahresbericht ist – wie stets – ein Abbild des gemeinsamen Handelns im vergangenen Jahr. In Zukunft wird es daher insbesondere darum gehen, dieses Zusammenrücken aller Verbände und Kooperationspartner zu intensivieren, den Mehrwert für die Teilnehmenden zu steigern und die Schlagkraft unserer steirischen Volkskultur weiter zu erhöhen. Gemeinsam im Miteinander. Simon Koiner-Graupp Geschäftsführer der Volkskultur Steiermark GmbH 5

Voices of Spirit 2025: Neue Wiener Stimmen. Foto: Peter Purgar.

Bl asmusikverband • Chorverband • Vol ksliedwerk • Landestrachtenverband • ARGE Volkstanz • Sänger- & Musikantentreffen • Heimatdichter • Volks- kulturelle Verbände RÜCKSCHAU 2025

~ 19.500 386 BLASMUSIK Musikerinnen und Musiker sind steiermarkweit in Blasmusikkapellen aktiv tätig. ~ 12.000 64 TRACHTENVEREINE Mitglieder engagieren sich in örtlichen Heimat-, Trachten-, Volkstanz- und Brauchtumsvereinen. ~ 12.000 593 CHORWESEN Sängerinnen und Sänger singen in steirischen Chören. VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE 8

~ 50 VOLKSTANZ Tanzkreise werden von der ARGE Volkstanz Steiermark betreut. 35 STEIRISCHE TONDOKUMENTE CDs mit 914 Titeln von 544 verschiedenen Musik- und Gesangsgruppen dokumentieren die bislang 35 Erfolgsjahre der Reihe „Steirische Sänger- und Musikantentreffen“. ~ 75 REGIONALES SCHRIFTGUT Heimatdichterinnen und -dichter schreiben beim Bund Steirischer Heimatdichter. 140 VOLKSMUSIKGRUPPEN Volksmusikgruppen sind in der Musikantendatenbank des Steirischen Volksliedwerks registriert. (Darüber hinaus gibt es natürlich noch viel mehr musizierende und singende Gruppen.) ÜBERSICHT 9

Steirischer Blasmusikverband 2025 hatte im Steirischen Blasmusikverband das Lernen einen hohen Stellenwert: Neben den beiden obligatorischen Probenphasen des Landesjugendblasorchesters Steiermark im Jänner und Juli und der Probenphase der Landesjugendblasorchester Akademie im September wurde in diesem Jahr besonders auf die Schulung von Jurorinnen und Juroren Wert gelegt. In der Steiermark gab es dazu eine Weiterbildung für alle Prüferinnen und Prüfer bei Leistungsabzeichen sowie für Jurymitglieder bei Marschwertungen mit Prof. Johann Mösenbichler, auf Bundesebene veranstaltete der Österreichische Blasmusikverband einen Fortbildungsschwerpunkt für Konzertwertungs- und Marschwertungsjuroren. Ebenfalls 2025 entstand ein neues, landesweites Musikprojekt: Die „Brassband Steiermark“ hat sich zum Ziel gesetzt, den fachlichen und künstlerischen Austausch zwischen Musikpädagoginnen und -pädagogen der verschiedenen Bildungseinrichtungen zu fördern und gleichzeitig der Brassband-Szene in der Steiermark neue Impulse zu verleihen. Der Klangkörper besteht aus engagierten Lehrkräften der steirischen Musikschulen Brassband Steiermark. Foto: Florian Riegler. 10 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

STEIRISCHER BLASMUSIKVERBAND Steirischer Blasmusikverband Entenplatz 1b/3. OG, 8020 Graz T 0316 38 31 17 E office@blasmusik-verband.at I www.blasmusik-verband.at Jugendblasorchester aus Groß St. Florian den Sieg in der Wertungsstufe BJ sicherte und zudem als bestes vereinseigenes Orchester Österreichs ausgezeichnet wurde. Das PJB erspielte in seiner Stufe einen zweiten Platz. Die Platzierungen der beiden steirischen Vertreter unterstreichen das hohe musikalische Niveau und die engagierte Nachwuchsarbeit, die in unseren Regionen tagtäglich geleistet wird. Mit einem Paukenschlag endete auch der Österreichische Blasorchesterwettbewerb der Stufe C am 18. Oktober: Der Musikverein Lieboch holte sich im Haus der Musik in Innsbruck den hervorragenden zweiten Platz! Die monatelange Probenarbeit hatte sich gelohnt: Der MV Lieboch musste sich lediglich dem Bundessieger aus Oberösterreich geschlagen geben. Beim Steirischen Blasorchester-Landeswettbewerb Polka-Walzer-Marsch wiederum stellten sich am 8. November zehn Musikvereine einer hochkarätigen Jury und wetteiferten um den begehrten Sieg und die Teilnahme am nächstjährigen Bundeswettbewerb. Als Tagessieger wird der Musikverein St. Lorenzen im Paltental und Umgebung unter der Leitung von Landeskapellmeister Peter Mayerhofer 2026 die Steiermark in Wien vertreten. und soll als Bindeglied und kreative Plattform zwischen Musikschulen, Konservatorium, Universität und dem Blasmusikwesen dienen. Damit wird nicht nur eine neue Bühne für pädagogischen und musikalischen Austausch geschaffen, das Projekt setzt zugleich starke kulturelle Akzente in der steirischen Musiklandschaft, insbesondere in ländlichen Regionen. Auch der Jugendblasorchester-Landeswettbewerb 2025 strahlte in die ganze Steiermark aus. Insgesamt 18 Jugendblasorchester mit rund 700 jungen Musikerinnen und Musikern präsentierten am 24. Mai 2025 in Admont, wie vielfältig und lebendig die steirische Blasmusikjugend ist. In einem inspirierenden Wettbewerb trafen vereinseigene und vereinsübergreifende Musikschul- und Auswahlorchester aufeinander. Der Tagessieg ging an das Orchester mit der höchsten Tagespunktezahl, und das war das PJB – Paltentaler Jugendblasorchester, ex aequo mit dem JBO Groß St. Florian. Diese beiden Orchester qualifizierten sich damit mit 13 anderen Jugendblasorchestern aus ganz Österreich für das große Bundesfinale am 25. Oktober 2025 im Brucknerhaus Linz, wo sich das Musikverein Lieboch. Foto: Bernd Golas. 11

PERSONELLES LANDESVORSTAND Obmann: Erich Riegler Obmann-Stv.: Richard Schmid, Christian Flechl MSc Landeskapellmeister: MDir. Peter Mayerhofer BA BA MA Landeskapellmeister-Stv.: MDir. Mag. Franz Fuchs, Gerald Oswald Landesjugendreferentin: Sabrina Csrnko MA MA Landesjugendreferentin-Stv.: Mag. Elisabeth Adam BA (ab 09/25), MDir. Mag. Wilhelm Berghold (bis 02/25), Mag. Nadja Sabathi Landesstabführer: Herbert Nussbaumer Landesstabführer-Stv.: Ing. Harald Rohrer, Josef Friedl Landesschriftführer: Josef Pallier Landesschriftführer-Stv.: Mag. Dr. Rainer Schabereiter Landes-EDV-Referent: DI Christoph Bammer BSc Landes-EDV-Referent-Stv.: Ing. Daniel Binder Landesfinanzreferent: Franz Muhr Landesfinanzreferent-Stv.: Ing. Christian Schwab Landesrechtsreferent: Mag. Karl August Holler Landes-Medien-/Pressereferentin: Ana Roßkogler BA MA Landes-AKM-Referent: Gernot Hauswirth MA Landesbeirat: Mag. Markus Adam BA BA, Mag. Bettina Doktor-Pucher BA, DI Daniel Maier (ab 09/25), Manuel Mang BA MSc, Gerhard Nestler (bis 05/25), Kathrin Wagner-Hänsler, Johann Erich Groß BA BA MA MA, DI Jürgen Pfoser (ab 09/25) Landesbeirat (Hilfsfonds): Gernot Hauswirth MA MITARBEITERTEAM Gernot Hauswirth MA Andrea Trojer Sabine Yildiz Daten & Fakten Stabführerprüfung Militärmusik. Foto: Steirischer Blasmusikverband. 12 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

AKTIVITÄTEN AKTIVITÄTEN VERANSTALTUNGEN 1 Neujahrskonzert des Landesjugendblasorchesters 1 Konzert des Landesjugendblasorchesters auf den Kasematten 2 Konzerte des Orchesters der Landesjugendblasorchester Akademie Steiermark in Leibnitz und Leoben 8 Marschwertungen 7 Konzertwertungen 1 Landeswettbewerb Polka-Walzer-Marsch 1 Jugendblasorchester-Landeswettbewerb FORTBILDUNGEN 3 Ensembleleiterkurse 1 Landesjugendblasorchester Akademie Steiermark 6 MUSInare (online) 2 Juryschulungen 3 Stabführerprüfungen 3 Funktionärsschulungen 1 Kapellmeisterworkshop 2 Schlagzeugworkshops 70 musikalische Fortbildungen bei Musikvereinen („Hast du Töne“) PROBEN UND AUSRÜCKUNGEN STEIERMARKWEIT 13.172 Vollproben 3.519 Teilproben 7.985 Ausrückungen MITGLIEDERDATEN Stand per 31. Dezember 2025 PUBLIKATIONEN STEIRISCHER BLASMUSIKVERBAND „Johann – Die Zeitschrift des Steirischen Blasmusikverbandes“: 5 Ausgaben „Österreichische Blasmusikzeitung“ mit Steiermark-Teil: 10 Ausgaben MUSIKVEREINE 386 Musikkapellen im Verband, davon 8 Jugendkapellen (mit eigenem Statut) und 129 Jugendkapellen (ohne eigenes Statut) MUSIKERINNEN UND MUSIKER 8.853 bis 30 Jahre 10.633 über 30 Jahre Musikverein St. Lorenzen. Foto: christophdraxl. LEISTUNGSABZEICHENPRÜFUNGEN 941-mal „Junior“ 648-mal „Bronze“ 383-mal „Silber“ 99-mal „Gold“ 13

Chorverband Steiermark Der Chorverband Steiermark versteht sich als Förderer und sängerischer Impulsgeber für das steirische Chorwesen mit seinen mehr als 550 Mitgliedschören. Diese Ziele verfolgt der Verband unter anderem durch die Organisation und Durchführung von Konzert- sowie Aus- und Fortbildungsveranstaltungen. Die Kommunikation mit den Chören erfolgt zu- nehmend digital über die Website, über Newsletter und Aussendungen per E-Mail. Die Jugendsektion produziert darüber hinaus regelmäßig Podcasts zum Thema Singen mit Kinder- und Jugendchören. Großer Beliebtheit erfreuen sich zudem die Verleihungen von Ehrenzeichen und Urkunden für herausragende Leistungen im steirischen Chorwesen sowie für langjähriges Chorsingen. Die jährlichen Aus- und Fortbildungsveranstaltungen waren im Jahr 2025 sehr gut besucht und teilweise sogar ausgebucht. Dazu zählten der Frauensingtag, der Männersingtag, der Jugendchortag („Tag der jungen Stimmen“), der CHORTAG 60+, die Singwoche auf der Insel Rab, die Familiensing- und Sportwoche sowie die Sing- und Dirigierwoche. An der Langen Voices of Spirit 2025: Vocale Mostviertel. Foto: Peter Purgar. 14 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

CHORVERBAND STEIERMARK Chorverband Steiermark Landhausgasse 12, 8010 Graz T 0316 82 99 25 E office@chorverband-steiermark.org I www.chorverband-steiermark.org Nacht der Chöre in Graz nahmen über 35 Chöre aus allen Teilen der Steiermark teil. Das internationale Chorfestival „Voices of Spirit“ machte die Stadt Graz fünf Tage lang zur Bühne für über 1.000 Sängerinnen und Sänger. Unter dem Titel „Out of Graz“ fanden zudem Begegnungskonzerte in der Josefskirche in Voitsberg statt. Den Abschluss des Veranstaltungsjahres bildete im Herbst die traditionelle Fortbildungsveranstaltung „Chor aktuell“. In Kooperation mit dem Johann-Joseph-Fux-Konser- vatorium wurde der Stefaniensaal in Graz 2025 zweimal zum Klingen gebracht. Den Auftakt bildete das Projekt „Chorissimo“, mit dem die Absolventinnen und Absolventen des Chorleiterlehrgangs gemeinsam mit ihren Chören das 25-jährige Jubiläum des Lehrgangs feierten. Ein weiteres Konzertprojekt widmete sich der „Misa Criolla“ des argentinischen Komponisten Ariel Ramírez. Der erste Teil des Abends wurde vom Barockensemble des Konservatoriums gestaltet, das Ausschnitte aus der spanischen Barockoper „Los Elementos“ brachte. Im zweiten Teil erklang die „Misa Criolla“ mit den Chören des Johann-Joseph-FuxKonservatoriums und dem aus Bolivien stammenden Instrumentalensemble „Tunkuy Pacha“ sowie dem bolivianischen Tenor Rodrigo Alegre Vargas. Die Mitgliederzahl der Schulchöre (Meistersingerchöre) ist erneut gestiegen und hat erstmals jene der etablierten Erwachsenenchöre übertroffen. Im Sinne einer gezielten Qualifizierung von Chorsängerinnen und -sängern wurde ein neues Leistungsabzeichen entwickelt, das in einer Testphase an ausgewählten Meistersingerschulen erprobt wurde. Das Abzeichen wird in drei Leistungsstufen vergeben und in Form einer Anstecknadel mit dem Motiv einer Musiknote verliehen. Die Prüfungen werden von einer eigens eingesetzten Kommission abgenommen. Die Resonanz auf dieses neue Angebot war sehr groß und unterstreicht den Bedarf an strukturierten Qualifizierungsmodellen im Chorbereich. Aufgrund der positiven Erfahrungen könnte dieses Konzept künftig auch auf erwachsene Sängerinnen und Sänger übertragen und entsprechend weiterentwickelt werden. Voices of Spirit 2025: Vocalodie. Foto: Peter Purgar. 15

Daten & Fakten Voices of Spirit 2025. Alle Fotos: Peter Purgar. Frauensingtag. Foto: Chorverband Steiermark. 16 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

PERSONELLES LANDESVORSTAND Präsident: StR Ing. Dominikus Plaschg Präsidenten-Stv.: HR Dr. Alfred Hudin, Dr. Zuzana Ronck, Anna Seitinger Landeschorleiterin: Mag. Miriam Ahrer Landeschorleiterin-Stv.: Ingrid Mayer, Mag. Sebastian Meixner Kassenleiter: DI (FH) Gerald Waldbauer Schriftführer: Reinhard Pongratz Jugendvertretung: Thomas Held, Mag. Martin Stampfl Archivarin: Dkfm. Vera Bauer MITARBEITERTEAM Saha Esbati Verena Frauwallner Franziska Lenhard Leonhard Stampler AKTIVITÄTEN KONZERTE UND FESTIVALS Chorissimo (25 Jahre Chorleiterlehrgang) Lange Nacht der Chöre Internationales Chorfestival „Voices of Spirit“ Misa Criolla Konzert des Landesjugendchors Cantanima SINGWOCHEN Sing- und Dirigierwoche Familiensing- und Sportwoche Singwoche Insel Rab FORTBILDUNGEN 1 Frauensingtag 1 Männersingtag 1 Fortbildungstag „Chor aktuell“ 2 Tage der jungen Stimmen 1 CHORTAG 60+ MITGLIEDERDATEN Stand per 31. Dezember 2025 PUBLIKATIONEN „Steirisches Chorjournal“: 2 Ausgaben Beiträge in „CHOR aktuell. Österreichisches Chormagazin“, Wien CHÖRE GESAMT: 593 226 gemischte Chöre und Ensembles 285 Meistersinger-, Kinder- und Jugendchöre 63 Männerchöre und Ensembles 19 Frauenchöre und Ensembles 17 CHORVERBAND STEIERMARK CHORTAG 60+. Foto: Chorverband Steiermark.

Steirisches Volksliedwerk „Musik, Kultur & Volksleben“ – der Untertitel unserer mehrfach ausgezeichneten Zeitschrift „Der Vierzeiler“ beschreibt unsere Arbeit perfekt: Wir singen, jodeln, musizieren, vermitteln, forschen, sammeln, archivieren, dokumentieren und publizieren rund um die steirische Volksmusik, wobei der lebendigen Weitergabe unseres kulturellen Erbes wesentliche Bedeutung zukommt. Spielerisch und niederschwellig bieten wir steiermarkweit 190 Kurse an – von einstündigen Jodelkursen bis hin zu einwöchigen Sing- und Musizierseminaren. Unter dem Motto „Das Leben zum Klingen bringen“ werden gesellschaftlicher Zusammenhalt gestärkt und Lebensfreude vermittelt. Diese klingende Lebensfreude soll auch ältere Menschen (wieder) erreichen. Mit der Initiative „Erinnern & Singen“ bringt das Volksliedwerk deshalb Musik, Singen und Bewegung in Seniorenheime und betreute Einrichtungen. Die im Jahr 2005 gegründete Initiative „einfach lebendig“ wiederum ist an Volksschulen und Kindergärten adressiert und vermittelt Tradition ohne „Missionierungsauftrag“ und „Ästhetikpolizei“ – kurz: Es wird gemeinsam gejodelt, 120 Jahre Steirisches Volksliedwerk in der Grazer Burg. Foto: Land Steiermark/ Petra Mitteregger. 18 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

STEIRISCHES VOLKSLIEDWERK Steirisches Volksliedwerk Sporgasse 23/III, 8010 Graz T 0316 90 86 35 E service@steirisches-volksliedwerk.at I www.steirisches-volksliedwerk.at gesungen, gespielt und getanzt. 2025 konnten wir damit rund 2.000 Kinder begeistern. Bei unserer „Jodeltankstelle“ konnten Jodelbegeisterte garantiert abgasfrei und preisstabil Jodler „tanken“ und diese Fähigkeiten in der „Kleinen Jodelschule“ noch vertiefen. Dreimal wurde mit den GrazGuides Peter Rosegger in Graz entdeckt – auch mit Anekdoten, Gedichten und Volksliedern. Nach dem jährlichen – und einzigartigen – „Teufelsgeigentreffen“ fand zum zweiten Mal der „Admonter Bradlkurs“ statt. Der vor allem für Blasmusiker konzipierte Kurs ermunterte zum freien Spiel: Melodie und Gegenstimme finden, „basseln“ und begleiten – fertig ist die „Tanzlmusi“. Beim „Sonnleiten-Seminar“ in Oberwölz ließen wieder rund 60 Teilnehmende die zweitkleinste Stadt der Steiermark fünf Tage lang erklingen. Bewährte Formate wie das Kinder- & Jugendseminar Salzstiegl, der Steirische Harfenkurs in Bad Gleichenberg, das Hüttenseminar „Volksmusik im Gebirge“ oder die Veranstaltung „A guate Mischung“ in Aigen fanden ebenfalls großen Anklang und waren ausgebucht. Wir sind überzeugt, dass regionale Kulturarbeit gemeinsam besser funktioniert – deshalb setzen wir auf ein starkes Netzwerk mit zahlreichen Kooperationspartnern und Unterstützern: Land Steiermark, Stadt Graz, Volkskultur Steiermark GmbH, Steirische Tourismus GmbH, Wirtschaftskammer Steiermark, Energie Steiermark, Steirische Jägerschaft, Landwirtschaftskammer Steiermark, Universalmuseum und Fachhochschule Joanneum, GrazGuides, Grazer Wechselseitige, Uniqa, Steirischer Blasmusikverband sowie Steirisches Volksbildungswerk. Auch auf wissenschaftlicher Ebene war das Steirische Volksliedwerk präsent: Gemeinsam mit der PPH Augustinum Graz und dem Institut für Musikpädagogik der KUG wurde im März das eintägige Symposium „Kultur grenzenlos?“ abgehalten, bei dem auch der Canorum-Styriae-Preis an Magdalena Maria Wolf für ihre Masterarbeit „Volkstanz zwischen den Seiten“ verliehen wurde. Im Dezember erschien der Symposiums-Sammelband „Sound in the City: Musik in mitteleuropäischen Städten“ mit internationalen Forschungsbeiträgen. Im „Vierzeiler“ präsentieren zudem regelmäßig Nachwuchswissenschaftler des Instituts für Ethnomusikologie der KUG ihre Projekte. Die Bedeutung des Steirischen Volksliedwerks wurde 2025 besonders hervorgehoben: Anlässlich des Jubiläums „120 Jahre Steirisches Volksliedwerk“ wurde am 15. Oktober ein Fest im Landhaus gefeiert, und am 16. Oktober lud Landeshauptmann Mario Kunasek zu einem Empfang in die Grazer Burg und würdigte die wichtige Rolle langjähriger Kulturinstitutionen für die kulturelle Identität der Steiermark. 19

PERSONELLES VORSTAND Vorsitzende: MMag. Dr. Zuzana Ronck Vorsitzende-Stv.: Mag. Günter Di Lena, Mag. Dr. Claudia Unger Kassier: Prof. Siegfried Greimler Kassier-Stv.: Mag. Doris Grassmugg, Viktoria Brandner Schriftführer: Robert Hafner BA MA Schriftführer-Stv.: Andreas Prückler BA, Prof. Dr. Dietmar Bresnig BEd MEd Mitglieder ohne Funktion: Mag. Wilhelm Gabalier, Mag. Christian Hartl MA, Raphael Kühberger BA MA, KO LAbg. a. D. Barbara Riener GESCHÄFTSFÜHRUNG DI Michael Weissensteiner B.Mus. MITARBEITERTEAM MMag. Daniel Fuchsberger Martina Pignitter (11–12/25) Michael Reiter BA Elisabeth Steinberger Florian Wimmer BA MA Mag. Christopher Wruss Daten & Fakten PUBLIKATIONEN „Der Vierzeiler. Zeitschrift für Musik, Kultur & Volksleben“: 3 Ausgaben (1/25: Darf’s ein bisschen Unterhaltung sein?; 2/25: Das Steirische Vulkanland; 3/25: Dorfleben) 1 Sonderausgabe Weihnachtsliederheft in Kooperation mit der „Kleinen Zeitung“ 1 Weihnachtsliederheft in Kooperation mit der Caritas Steiermark 1 Liederheft „Musik für alle Sinne. Lieder, Tänze und Bewegungsspiele für Kinder“ 1 Tagungsband zum Symposium „Sound in the City“ (digitale Publikation) 1 Jahresprogrammheft „Volksliedwerk Spielwiese“ 6 Beiträge in der Zeitschrift „Zwiefach. Für Sänger, Tänzer, Musikanten“ 4 Beiträge in der Zeitschrift „G’schichten aus ... der steirer land …“ in Kooperation mit der Volkskultur Steiermark GmbH 20 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

AKTIVITÄTEN AKTIVITÄTEN VERANSTALTUNGEN 30 „einfach lebendig“ (2.000 Kinder) 16 Erinnern & Singen (700 Seniorinnen und Senioren) 2 Mit allen Sinnen (200 Teilnehmende) 504 Sänger- und Musikantenstammtische 49 Lust auf Singen 28 Offene Weihnachtsliedersingen 24 Jodelkurse 2 Jodelschulen zu je 4 Terminen 10 Kooperationsveranstaltungen 5 Kurse, individuell gebucht 3 Klingende Stadtspaziergänge 5 Musizierseminare 3 Singkurse 4 Interkulturelle Musikstammtische in Kooperation mit dem Afro-Asiatischen Institut 4 Klingende Weihnachtswerkstätten 1 Wandern & Jodeln 1 Dudelsack- und Drehleierkurs 1 Harfenwoche 1 Kinder- und Jugendseminar 1 Teufelsgeigentreffen 2 Verleihungen „Musikantenfreundliche Gaststätte/Buschenschänke“ SERVICELEISTUNGEN 384 Anfragen an den Liederdienst 415 Anfragen an das Büro für Weihnachtslieder 17 Bücher, 62 Notenhefte, 35 Tonträger, 97 Zeitschriften, 25 Transkriptionen und 51 Einzelblätter wurden dem Steirischen Volksliedarchiv übergeben. 140 Musikgruppen aus der Steiermark und darüber hinaus präsentierten sich Ende 2025 auf der Plattform MuDaBa.at (Sänger- und Musikantendatenbank). 4 Leihgeigen und 1 Leihzither wurden verliehen. 107 Kinder, Jugendliche und Studierende wurden durch das „Ewald Münzer Volksliedwerk-Stipendium“ unterstützt. VORTRÄGE UND FORTBILDUNGSANGEBOTE 2 Fortbildungseinheiten im Rahmen des Volkskultur-Hochschullehrgangs an der PPH Augustinum 1 Jodelworkshop im Rahmen der Summer School der FH Joanneum 1 musikalisches Praktikum „Jodeln“ an der KUG im Sommersemester 2025 MITGLIEDERDATEN Stand per 31. Dezember 2025 2.148 Mitglieder des Vereins Steirisches Volksliedwerk 21 STEIRISCHES VOLKSLIEDWERK

Landestrachtenverband Steiermark Der Landestrachtenverband Steiermark besteht als Dachverband der fünf eingegliederten steirischen Regionalverbände, denen die örtlichen Heimat-, Trachten- und Brauchtumsvereine angehören. Die Verbände des gesamten steirischen Kulturlandes sind: – Verband der Heimat- und Trachtenvereine Enns- und Paltental – Verband der Heimat- und Trachtenvereine Oberes Murtal – Obersteirischer Trachtenverband – Trachtenverband Mürztal – Trachtenverband Graz und Umgebung Insbesondere in unserer aktuellen Zeit, in der ständig die Befürchtung herrscht, etwas zu versäumen, taucht oft die Frage auf: Wo liegen eigentlich die Wurzeln unserer Traditionen und unseres Brauchtums? Deshalb sind wir Trachtler und Brauchtumspfleger mit unserem Wissen aufgefordert, die überlieferten Traditionen und Bräuche weiterzugeben und weiterzuleben. Völlig unabhängig von jeglicher politischen Ausrichtung vermitteln wir Brauchtum, Tradition und Heimatgefühl – an Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Ein weiterer Aspekt, der viele beschäftigt: Hat Brauchtum eigentlich noch Zukunft? Diese Frage wird von uns mit einem klaren Ja beantwortet, denn wir sind der Überzeugung, dass Brauchtum und Tradition ein wichtiges Fundament für unsere Zukunft bilden. 22 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

LANDESTRACHTENVERBAND STEIERMARK Landestrachtenverband Steiermark Sporgasse 23, 8010 Graz T 0664 58 72 495 E obmann@trachtenverband-stmk.at I www.trachtenverband-stmk.at Im Landestrachtenverband Steiermark gab es auch 2025 viele Aktivitäten rund um die Volkskultur. Schwerpunkte waren die Jubiläen unserer Verbände und Vereine – z. B. feierte der Trachtenverein Roßecker sein 105-jähriges Bestehen mit einem internationalen Folklorefestival. Und einige Gruppen nahmen als Botschafter der steirischen Volkskultur an Festivals in der ganzen Welt teil. Das Tanzreferat organisierte den Wettbewerb für die Tanz- und Plattlerleistungsabzeichen: 107 Tänzerinnen und Tänzer trafen sich am 17. Mai 2025 in Landschach bei Knittelfeld, um die Prüfungen für die Tanz- und Plattlerabzeichen in Bronze, Silber und Gold abzulegen. Neben diesen Leistungsstufen gibt es für die Nachwuchstänzer als Einstieg das Kinderabzeichen, das Jugendtanzabzeichen und das Jugendplattlerabzeichen: Diesen Prüfungen stellten sich rund 66 Kinder! Das Bundestanzseminar des Bundes der Österreichischen Heimat- und Trachtenverbände fand vom 26. bis 28. September 2025 im Naturparkhotel Bauernhofer in der Steiermark statt, bei dem der Landesverbandsvortänzer der Steiermark, Norbert Buchegger, Mitwirkende aus zahlreichen Landesverbänden und dem benachbarten Südtirol begrüßen durfte. Mit Freude, Können und etwas Übung stellten sich alle Teilnehmer der Herausforderung „Tänze aus der Steiermark“. Bundesvortänzer Anton Etzelsdorfer und die steirischen Landesverbandsvortänzer Thomas Lang, Ewald Peiser und Manuel Peinhopf übten mit den begeisterten Tänzern die 20 österreichischen und die zehn steirischen Grundtänze, zusätzlich wurden steirische Tänze wie „Waldhansl“, „Ausseer Steirischer“, „Untersteirer Landler“ etc. geprobt. Die Trachtenverbände organisierten auch zahlreiche zusätzliche Brauchtumsaktivitäten. So wirkten örtliche Vereine wieder bei der Steirischen Roas mit und waren bei Workshops, verschiedenen Seminaren sowie bei Auftritten und Festivals im Ausland vertreten. Zu einem besonderen Highlight hat sich mittlerweile das einzigartige „Bartholomäschnalzen“ in Kindberg entwickelt, das jährlich immer größeres Interesse weckt. In den verschiedenen Workshops und Seminaren der Trachtenverbände, z. B. beim „Volkscoolturseminar“ in Laubegg, beim Frauenhaubennähen oder beim öffentlichen Palmbuschen-, Adventkranz-, Johannissträußchen- und Räuchersackerlbinden, wurden wichtige Fertigkeiten vermittelt und weitergegeben. 23

PERSONELLES VORSTAND Obmann: Thomas Lang Obmann-Stv.: Thomas Pilz, Alexander Stradner, Manfred Pink, Franz Rieger, Gottfried Fössl Schriftführerin: Tamara Mednitzer Kassateam: Jörg Paller, Katrin Leitner Daten & Fakten Vorstand des Landestrachten- verbandes Steiermark. Foto: Robert Tüchi/Picwish. Folklorefestival Folklorama in Pasian di Prato, Italien. Foto: Gerald Janu. 24 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

AKTIVITÄTEN 7 Fachseminare (Volkstanz und Schuhplattler, Musik) 4 Mitarbeiterseminare der Verbände zur Weiterbildung der Funktionärinnen und Funktionäre 1 Austragung der Tanz- und Plattlerabzeichen bzw. der Kinder- und Jugendtanzabzeichen 1 Landesverbandsklausur PUBLIKATIONEN Newsletter des Steirischen Landes- trachtenverbandes: 4 Ausgaben MITGLIEDERDATEN Stand per 31. Dezember 2025 VERBÄNDE & VEREINE 5 Regionalverbände mit insgesamt 64 Vereinen, in die folgende Gruppen integriert sind: 36 Tanzgruppen 31 Plattlergruppen 9 Musikgruppen 5 Gesangsgruppen 4 Schnalzergruppen 3 Theatergruppen 3 Bergmannsgruppen 4 Kunsthandwerks- und Brauchtumsgruppen MITGLIEDER 11.740 Mitglieder (davon über 1.450 Kinder und Jugendliche) LANDESTRACHTENVERBAND STEIERMARK Botschafter der steirischen Volkskultur in Tschechien. Foto: TrV Roßecker. Fortbildungsseminar auf Schloss Laubegg. Foto: OTV. 25

Arbeitsgemeinschaft Volkstanz Steiermark Die ARGE Volkstanz Steiermark ist seit 2017 ein Verein, besteht als Organisation aber bereits seit 1953. Die gesellige Unterhaltung, die Freude am gemeinsamen Singen, Tanzen und Musizieren bedeuten die Aufrechterhaltung einer lebendigen Tradition. Der kommunikative und spielerische Charakter unserer Volkstänze macht viel Spaß, und wir laden alle ein, gemeinsam mit uns zu tanzen! Unser Volkstanzjahr ist geprägt von den großen Tanzfesten in Graz und in den Bezirken der Steiermark. Diese Tanzfeste ermöglichen ein zwangloses Zusammentreffen von tanzfreudigen Menschen aller Altersgruppen. Die ARGE Volkstanz Steiermark versteht sich als Servicestelle für alle Volkstanzgruppen. Gerne unterstützen und betreuen wir auch die Anliegen einzelner Volkstänzerinnen und -tänzer sowie von Tanzleiterinnen und -leitern, Schulen und anderen öffentlichen Institutionen. Die Steirische Roas und Aufsteirern sind weitere Höhepunkte im Volkstanzjahr. Im Zuge unserer Ideenwerkstatt wurde unter dem Motto „G’hupft u. G’schwungen“ ein neues Projekt geboren: Steirisches Tanzfest 2025. Foto: ARGE Volkstanz. 26 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

ARBEITSGEMEINSCHAFT VOLKSTANZ STEIERMARK ARGE Volkstanz Steiermark Sporgasse 23, 8010 Graz T 0699 11 35 01 51 E office@volkstanz-steiermark.at I www.volkstanz-steiermark.at niederschwelliges Volkstanzen mit Unterstützung der jeweiligen Gemeinden. Diese Initiative wird im Tanzjahr 2026 als Schwerpunkt in 15 bis 20 Gemeinden angeboten und umgesetzt. Die neu ausgebildeten Tanzleiter begleiten das Projekt mit viel Engagement und positiver Energie. Projektstart „G‘hupft u. G‘schwungen“ in Hart bei Graz. Foto: ARGE Volkstanz. 27

PERSONELLES Die Arge Volkstanz Steiermark hat bei der Jahreshauptversammlung am 05.04.2025 einen neuen Vorstand gewählt. VORSTAND Vorsitzende: Zita Maitz Vorsitzende-Stv.: Peter Holzmann Kassier: Franz Deutschmann Kassier-Stv.: Ingrid Kronawetter Schriftführerin: Christina Pechtl Schriftführerin-Stv.: Christine Triffterer ERWEITERTER VORSTAND Peter Maitz Willi Putzinger (bis 10/25) Sopie Serec Ferdinand Reichmann Ernestine Lampl Am 30.11.2025 mussten wir von unserem langjährigen Organisationsreferenten, Ing. Wilhelm Putzinger, der unsere Arbeit über viele Jahre hinweg maßgeblich geprägt hat, Abschied nehmen. Daten & Fakten AKTIVITÄTEN VERANSTALTUNGEN Tanz zu Dreikönig im GH Altes Fassl, Weinitzen (05.01.2025) Steirisches Tanzfest im Arbeiterkammersaal, Graz (27.01.2025) Sommertanzfest im Heimatsaal, Graz (28.06.2025) Kathreintanz im Steiermarkhof, Graz (28.11.2025) Start des Projekts „G’hupft u. G’schwungen“ (Hart bei Graz, 18.10.2025; Heilbrunn, 09.11.2025) MITWIRKUNG AN VERANSTALTUNGEN Steirische Roas 2025 (Leutschach, Eisenerz, Seckau, Anger & Floing, Wörschach, Ligist) Aufsteirern 2025, Graz Wiener Kathreintanz im Palais Ferstel, Gestaltung des Auftanzes (Oststeirer Landler) Teilnahme an zahlreichen Volkstanzfesten in den steirischen Regionen (Frühlingstanzfeste Herbsttanzfeste, Kathreintanzfeste) Teilnahme an Volkstanzfesten in benachbarten Bundesländern (Pörtschach, Baden bei Wien, Dreikönigstanz in Wolfsberg) SITZUNGEN UND BESPRECHUNGEN Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des Vorstandes (05.04.2025) Monatliche Vorstandssitzungen Weitere Besprechungen (anlassbezogen) Teilnahme an den Veranstaltungen und Besprechungen der Volkskultur Steiermark GmbH Ideenwerkstatt (14.02.2025) 28 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

AKTIVITÄTEN MITGLIEDERDATEN Stand per 31. Dezember 2025 PUBLIKATIONEN Jahresbericht 2025 153 Einzelmitglieder 889 Gruppenmitglieder 842 Interessierte ARBEITSGEMEINSCHAFT VOLKSTANZ STEIERMARK Das Vorstandsteam der ARGE Volkstanz. Foto: ARGE Volkstanz. AUS- UND WEITERBILDUNG 30 Volkstanzkursabende in Graz Volkstanzkurse in den Bezirken Landlerkurs Kinder- und Jugendtanzkurse Ausbildung Kindertanzleiter Modul 1 und 2 Tanzworkshops Tanzkurse für Senioren 29

Verein Steirische Sänger- und Musikantentreffen Sänger- und Musikantentreffen haben in der Steiermark eine lange Tradition und bestehen bereits seit vielen Jahrzehnten. Im Jahr 1991 wurden auf Initiative von Christine und Baldur Heckel sowie Sepp Strunz erstmals mehrere langjährige Veranstalter von Musikantentreffen – damals rund zehn – in einer gemeinsamen Reihe zusammengeführt. Bei der Gründungsversammlung im ehemaligen Sendergebäude in Dobl entstand die Veranstaltungsserie „Steirische Sänger- und Musikantentreffen“. Im Jänner 2005 folgte schließlich die offizielle Gründung des Vereins „Steirische Sänger- und Musikantentreffen“. Seit Beginn ist der grün-weiße Violinschlüssel das gemeinsame Erkennungszeichen der Treffen. Im Jahr 2025 fanden 29 Veranstaltungen statt, da eine seitens des Veranstalters kurzfristig abgesagt wurde. Im 35. Jahr ihres Bestehens präsentierte die Veranstaltungsserie abermals die vielfältigen musikalischen Ausprägungen der einzelnen steirischen Regionen ebenso wie jene des gesamten alpenländischen Raums. Von überlieferten traditionellen Liedern über schwungvolle Instrumentalstücke und fröhliche Tänze bis hin zur Mundart – Liebhaberinnen und Liebhaber der steirischen Volkskultur kamen wieder voll auf ihre Kosten. Die Veranstaltungen sind Ausdruck der lebendigen Volkskultur und sollen Musik- und Gesangsgruppen dazu anregen, ihre regionalen Traditionen zu bewahren und weiterzugeben. Die Pflege der echten, traditionellen Volksmusik ist dabei (SUMT) 30 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

Verein Steirische Sänger- und Musikantentreffen c/o Volkskultur Steiermark GmbH Sporgasse 23, 8010 Graz T 0664 34 50 098 E info@sumt.st I www.sumt.st VEREIN STEIRISCHE SÄNGER- & MUSIKANTENTREFFEN Der SUMT-Vorstand im Jahr 2024. Foto: SUMT. ein zentrales Anliegen, wobei auch neue Kompositionen – gesungen oder instrumental – ihren Platz finden. Die Website www.sumt.st bietet ein umfassendes Informationsangebot mit einer Übersicht über alle Musik- und Gesangsgruppen sowie die Moderatorinnen und Moderatoren. Zudem finden sich dort zahlreiche Fotos als Rückblick auf alle bisherigen Veranstaltungen. Ebenso können alle 35 SUMT-CDs online bestellt werden. Aufgezeichnete Radiosendungen stehen über entsprechende Links zum Nachhören bereit, und auch Informationen zum Steirischen Harmonikawettbewerb sind auf der Website abrufbar. Aktuelle Neuigkeiten werden zudem über die Facebook-Seite „Verein Steirische Sänger- und Musikantentreffen – SUMT“ sowie auf Instagram unter „sumt.st“ veröffentlicht. Als Medienpartner begleiteten „MeinBezirk“ und „ORF Radio Steiermark“ die Veranstaltungen. 31

PERSONELLES VORSTAND Obmann: Karl Lenz (Groß St. Florian) Obmann-Stv.: Gerhard Potzmann (Ilz) Kassierin: Andrea Anhofer (Weinitzen) Kassierin-Stv.: Lukas Neuhold (Fohnsdorf) Schriftführerin: Maria Reumüller (Gaal) Schriftführerin-Stv.: Lisa Lenz (Groß St. Florian) TONMEISTER Andreas Kapfer Roland Rath Peter Sciri AUFNAHMELEITUNG Andreas Amreich Marion Maier-Ghanaviztchi Lukas Neuhold Gerhard Potzmann Willibald Stelzl Daten & Fakten CD Sänger- und Musikantentreffen – Folge 35. Sänger- und Musikantentreffen in St. Peter-Freienstein, 23. März 2024. Foto: SUMT. INFO-STAND Andrea Anhofer Kathrin Anhofer Lisa Lenz Elisa Reumüller Maria Reumüller Sabrina Schaffer 32 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

AKTIVITÄTEN VERANSTALTUNGEN 29 Sänger- und Musikantentreffen (1 kurzfristig abgesagt), davon 2 Adventkonzerte SITZUNGEN/BESPRECHUNGEN 6 Vorstandssitzungen 1 Aufnahmeleiterbesprechung 1 Jahresarbeitsbesprechung mit allen Veranstaltern MITGLIEDERDATEN Stand per 31. Dezember 2025 PUBLIKATIONEN CD Sänger- und Musikantentreffen – Folge 35: Jahres-CD mit 26 Titeln von 26 steirischen Gruppen Beim Verein „Steirische Sänger- und Musikantentreffen“ sind laut Statut jeweils die jährlichen Veranstalter automatisch Mitglieder. Die Anzahl der Veranstalter (somit auch der Veranstaltungen) hat sich nunmehr auf 30 pro Jahr eingependelt. VEREIN STEIRISCHE SÄNGER- & MUSIKANTENTREFFEN Jahresbroschüre 2025. 33

Bund Steirischer Heimatdichter Der Bund Steirischer Heimatdichter veranstaltet regelmäßig Lesungen, Buchpräsentationen sowie Schreibseminare und regt seine Mitglieder zum Verfassen von neuen Texten an. Um einen möglichst großen Interessentenkreis zu erreichen, werden die Arbeiten zweimal pro Jahr in der Anthologiereihe „Gedichte & Geschichten“ aus der Steiermark veröffentlicht. Für die Tätigkeit des Vereins wurde ganz bewusst das Leitbild „Mit Worten die Herzen erreichen!“ gewählt. Neue interessierte Autorinnen und Autoren können sich gerne für eine Zusammenarbeit melden. Im Sommer 2025 erschien bereits der 28. Band von „Gedichte & Geschichten“. An dieser Frühjahrs- und Sommerausgabe haben 44 Autorinnen und Autoren mitgeschrieben. Diese Kontinuität in der Herausgabe wirkt wie ein Motor und animiert die Mitglieder vom Bund Steirischer Heimatdichter immer wieder, neue Texte zu den unterschiedlichsten Themen zu verfassen. Und so konnte im Dezember 2025 bereits der 29. Band präsentiert werden, an dem wieder 38 Schreibende aus vielen verschiedenen Regionen der Steiermark mitgewirkt haben. Für diese erfolgreiche Arbeit braucht es Zusammenhalt, gegenseitigen Respekt und zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Nur so ist es seit vielen Jahren möglich, unsere Bücher regelmäßig zu publizieren. Wichtig ist uns, dass wir unsere Autorinnen und Autoren in jedem Band mit einem kurzen Lebenslauf und einem Foto vorstellen, um ihre unterschiedliche 34 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

BUND STEIRISCHER HEIMATDICHTER Bund Steirischer Heimatdichter Präs. DI Anton Wilflinger BA Kratkystraße 30a/11, 8020 Graz T 0676 90 22 867 E antonwil@mac.com I www.heimatdichter.at Herkunft und ihre mannigfaltigen Lebenssituationen aufzuzeigen. Ganz besonders schätzen wir auch die verschiedenen Schreibweisen und Stilrichtungen unserer Schreibenden. Dieses breite Spektrum zeichnet auch die Buchreihe aus und ist ein Beweis für die vielen steirischen Talente, die in Mundart und Schriftsprache schreiben. Wenn man meint, es wurde bereits über jedes Thema geschrieben, so wird man durch die Anthologien ganz schnell eines Besseren belehrt, denn es gibt immer wieder Aktuelles, worüber berichtet werden kann und muss. So entstehen neue Textideen, und diese Vielfalt zeichnet die Bücher vom Bund Steirischer Heimatdichter aus. Ohne diese Vielfalt würde vieles einfach vergessen werden und nicht mehr existent sein. So aber können wir ein literarisches Spiegelbild unserer Zeit bieten. Unsere Anthologien und Bücher präsentieren wir bei zahlreichen Lesungen in der ganzen Steiermark. Damit stellen wir ein kulturelles Angebot bereit, das steirische Identität bewahrt, kulturellen Reichtum fördert und auch an die Gegenwart anknüpft. Im Jahr 2025 fanden wieder zahlreiche Lesungen in Graz statt, und zusätzlich präsentierten wir unsere Bücher bei zahlreichen Lesungen in verschiedenen Orten der Steiermark. Die Autorinnen und Autoren vom Bund Steirischer Heimatdichter brachten mit ihren Gedichten und Geschichten regelmäßig auch eine willkommene Abwechslung und Freude in den Alltag steirischer Wohn- und Pflegeheime. Band 28 Anton Wilflinger, Michaela Feiner-Wuthe, Eberhard Feiner-Wuthe (Hg.) Gedichte & Geschichten Frühjahr / Sommer n wieder undart st nicht is über ss zwischrielyphen prache mungen andere et. rschieen Erssische rinner- len wie hologie bn, der er. Mit wir Sie ehmen. gnügen Gedichte und Geschichten Band 28 Anton Wilflinger, Michaela Feiner-Wuthe, Eberhard Feiner-Wuthe (Hg.) 35

PERSONELLES VORSTAND Präsident: DI Anton Wilflinger BA Vizepräsidentin: Michaela Feiner-Wuthe BA Schriftführerin: Erika Zötsch Kassierin: Erika Winkelbauer Daten & Fakten AKTIVITÄTEN LESUNGEN IM RAIFFEISEN SPORTPARK GRAZ 60.–61. Sommerlesung: Präsentation „Gedichte & Geschichten“, Band 28, mit Peter Gimpl, Franz Geissler, Sepp Maier, Maria Greiner, Friedrich Krenn, Erika Zötsch, Gerhard Wildbichler, Erika Winkelbauer und Karl Pivec 490. Lesung: Winterlesung „Gedichte & Geschichten“, Band 27, mit Peter Rinner, Lisbeth Mitlöhner, Karl Solderer und Adolf Schicker 491. Lesung: Faschingslesung mit Karl Fanta, Ingeborg Berner, Karl Pivec, Marike Vuga und Peter Gimpl 492.–496. Lesung zu verschiedenen Themen wie Sachen zum Lachen, Ostern, Frühjahr, Muttertag, Sommer, Erntedank, Herbst 497. Lesung zur Novemberzeit mit Peter Zipper, Karl Fanta, Erika Winkelbauer, Ruud van Weerdenburg und Vorstellung neuer Mitglieder durch Anton Wilflinger 498. Lesung: Weihnachtslesung mit Buch- präsentation „Gedichte & Geschichten“, Band 29, mit Barbara Zimmer, Gerda Kaufmann, Maria Greiner, Peter Gimpl, Friedrich Krenn, Bernhard Valta, Marike Vuga und Erika Zötsch PUBLIKATIONEN Anton Wilflinger, Michaela Feiner-Wuthe, Eberhard Feiner-Wuthe (Hg.): Gedichte & Geschichten, Frühling/ Sommer, Band 28, Graz 2025. Anton Wilflinger, Michaela Feiner-Wuthe, Eberhard Feiner-Wuthe (Hg.): Gedichte & Geschichten, Herbst/Winter, Band 29, Graz 2025. 36 VOLKSKULTURELLE VERBÄNDE

AKTIVITÄTEN MITGLIEDERDATEN Stand per 31. Dezember 2025 BUND STEIRISCHER HEIMATDICHTER 75 aktiv Schreibende Band 29 Anton Wilflinger, Michaela Feiner-Wuthe, Eberhard Feiner-Wuthe (Hg.) Gedichte & Geschichten Herbst / Winter LESUNGEN IN VERSCHIEDENEN ORTEN DER STEIERMARK Präsentation von „Gedichte & Geschichten“, Band 28, im ORF Radio Steiermark mit Anton Wilflinger Präsentation von „Gedichte & Geschichten“, Band 28, auf VM1 mit Anton Wilflinger Buchpräsentationen beim Aufsteirern in Graz und beim „Erlebnistag“ im Freilichtmuseum Stübing Buchpräsentation und „Sachen zum Lachen“ in Gratkorn mit Barbara Zimmer, Karl Solderer, Erika Zötsch, Siegfried Gugg, Karl Pivec, Peter Rinner und Anton Wilflinger Literaturcafé im Seniorenzentrum Linz mit „Brauchtum und Tradition“ Literarische Wanderung bei der Steirischen Roas in der Südsteiermark Lesungen in Leoben, Fohnsdorf, St. Michael und Straß in Steiermark Lesungen in verschiedenen Pflege- und Wohnheimen: Graz-Eggenberg, Graz-Geidorf, Laßnitzhöhe, St. Lorenzen, St. Johann in der Haide, Hitzendorf, Seiersberg-Pirka und Sinabelkirchen Lehrveranstaltungen an der Privaten Pädagogischen Hochschule Augustinum Jahreshauptversammlung mit Neuwahl des gesamten Vorstandes 37

Kurs „Inventarisieren“. Foto: UMJ/E. Schatz.

Vol kskundemuseum – Österreichisches Freilichtmuseum • Museumsforum Steiermark • MUSI S • Immaterielles Kulturerbe • Kulturelles Erbe RÜCKSCHAU 2025

229.899 VOLKSMUSIKALISCHES ERBE digital erfasste Datensätze des Steirischen Volksliedarchivs ~330 MUSEEN & SAMMLUNGEN Museen & Sammlungen davon: 109 als „Registrierte Museen“ qualifiziert 42 mit dem „Österreichischen Museumsgütesiegel“ ausgezeichnet 56 IMMATERIELLES KULTURERBE steirische Einträge im Nationalen Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes Österreichs davon: 13 spezifisch steirisches Kulturerbe 6 gemeinsame Einträge mit anderen Bundesländern 37 österreichweite Einträge 40 KULTURELLES ERBE

430 STEIRISCHE TRACHTENVIELFALT unterschiedliche regional geprägte, im Steirischen Heimatwerk verzeichnete Trachten davon: 318 Frauentrachten 112 Männertrachten ~ 100 BAUKULTURELLES ERBE denkmalgeschützte Bauernhöfe bzw. -häuser denkmalgeschützte Klein- und Flurdenkmäler davon: ~ 600 Kapellen ~ 450 Bildstöcke, Kreuze & Kalvarienberganlagen ~ 200 Säulen, Figuren, Denkmäler & Grenzsteine ~ 1.250 41 ÜBERSICHT

Volkskundemuseum am Paulustor Das Volkskundemuseum widmete sich 2025 mit dem ganzjährigen Partizipationsprojekt „Altersgeschichten“ der Thematik „Wohn- und Lebensverhältnisse von Menschen im Alter 65+“. Im Rahmen von Inhaltsworkshops, verbunden mit Lehrveranstaltungen und Outreach-Formaten, wurden persönliche Erfahrungen erhoben und in Kontext mit gesellschaftlichen Gegebenheiten gesetzt. In Kooperation mit dem Institut für Wohnbau der TU Graz und dem Zentrum für Interdisziplinäre Alterns- und Care-Forschung wurden drei zentrale Themenstränge herausgearbeitet: „Gesundheit, Bewegung und Mobilität“, „Kommunikation und Teilhabe“ sowie „Emotionales Erleben“. Auf dieser Grundlage wird im kommenden Jahr eine Ausstellung entstehen. UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM, ABTEILUNG VOLKSKUNDE PERSONELLES Leiterin der Abteilung Volkskunde (Volkskundemuseum und Österreichisches Freilichtmuseum Stübing): Dr. Claudia Unger (bis 10/2025) Mag. Michaela Steinböck-Köhler (ab 11/2025) Hirten- und Krippenlieder. Foto: Philip Pilgram. Mit der Sonderausstellung „Man will uns ans Leben. Bomben gegen Minderheiten 1993–1996“ wurde der Opfer des Briefbombenterrors in den 1990er-Jahren in der Steiermark gedacht. In „UnSicherheiten als Alltag“ (als Teil 4 der Dauerausstellung) griff das Museum ein für die Gesellschaft zentrales Thema auf: Was macht uns Menschen Angst, lässt in uns ein Gefühl der Unsicherheit entstehen, und wie setzen wir uns damit auseinander? Die traditionsreichen „Hirten- und Krippenlieder“ in der Antoniuskirche fanden mit Sara Glanzer eine würdige Nachfolgerin von Zuzana Ronck und konnten vor ausverkauftem Haus aufgeführt werden. Ein für das Museum erfolgreiches Jahr ging damit zu Ende. KULTURELLES ERBE 42

VERANSTALTUNGEN (auszugsweise) SONDERAUSSTELLUNGEN Neben den laufenden Arbeiten an der Sammlung wurden zahlreiche neue Objekte aufgenommen und digital erfasst, die sich einerseits auf wesentliche historische Schwerpunktthemen des Faches und andererseits auf aktuelle gesellschaftsrelevante Themenbereiche beziehen. Zur Forschungsthematik „Kreuzstich“, die seit der Eröffnung des Ausstellungskabinetts „Faden nach Zahlen“ (im November 2024) im Fokus des Museums steht, wurden der Sammlung auch 2025 zahlreiche Objekte hinzugefügt – darunter historische Mustertücher sowie aktuellere Stickarbeiten wie Weihkorbdecken oder Stickbilder. Im Bereich der Regional- und Familiengeschichte erhielt das Volkskundemuseum Objekte zur Kulturgeschichte eines Grazer Gasthauses im Bezirk Gries, verbunden mit dem dort stattfindenden Vereinswesen, sowie Objekte zur Geschichte einer Passailer Kaufmannsgeneration. Weiters flossen durch Nachlässe persönliche Dokumente wie etwa Zeugnisse, Ausweise, Stammbücher etc. in die Sammlung ein und dienen nun als Belege für das Alltagsleben bestimmter Zeitabschnitte. Großer Wert wurde auf der Grundlage des gegenwärtigen Sammlungskonzepts des Volkskundemuseums auch auf die Dokumentation aktueller Tagesereignisse und brisanter Gegenwartsthemen gelegt. So etwa waren die Demonstrationen rund um die politischen Maßnahmen der Steiermärkischen Landesregierung im Hinblick auf budgetäre Kürzungen im Kultur- und Sozialbereich Anlass für einzelne Objektübernahmen. Auch die Eröffnung des Koralmtunnels brachte für die Sammlung Objekte zu diesem Geschehen ein. SAMMLUNG Volkskundemuseum am Paulustor Paulustorgasse 11–13a, 8010 Graz T 0316 8017-9810 E volkskunde@museum-joanneum.at I www.volkskundemuseum-graz.at Inhaltsworkshops: „Alt erzählt – Alter zählt“ (10.04., 05.06. und 18.09.2025) Erzählcafés: „Wie wohnt es sich im Alter“ (24.04.2025), „Von der alten Schule sein“ (22.05.2025), „Vom Fluchen und Granteln“ (05.06.2025), Typisch weiblich? (25.09.2025), Geschichten aus Eggenberg (23.10.2025), „Wir fahren mit dem Schlitten“ (27.11.2025) „Mai 1945/2025 – Erinnerungen und Reflexionen. Zeitzeug*innen im Gespräch“: Anton Schneidhofer, Ursula Lipsky und Antony Scholz im Gespräch mit Claudia Unger, Anna GrafSteiner und Birgit Johler (08.05.2025) „Hirten- und Krippenlieder“ in der Antoniuskirche (10.12., 12.12. und 14.12.2025) Weiters fanden zahlreiche Begleitveranstaltungen zu den Ausstellungen „Man will uns ans Leben.“ und zu „Faden nach Zahlen“ statt. 25.04.2024–07.01.2025: Wer bist du: Steiermark? 50 Exponate aus steirischen Museen und Sammlungen erzählen 06.11.2024–09.03.2025: DigiDic Aufruf zur digitalen Selbstverteidigung 22.11.2024–31.12.2025 (und bis auf Weiteres): Faden nach Zahlen – Kreuzstich vom Gestern ins Heute 13.05.2025–08.02.2026: „Man will uns ans Leben.“ Bomben gegen Minderheiten 1993–1996 01.06.2025–28.02.2026: „Unsere Rechte! Unsere Zukunft!“ Kinderrechte im Fokus Ausstellung mit der Volksschule Schönau, die zeigt, was Kinderrechte für Schülerinnen und Schüler bedeuten Ab 25.11.2025: UnSicherheiten als Alltag Die neue Ausstellung im Rahmen der Hauptausstellung „Welten, Wandel, Perspektiven“ beschäftigt sich mit Unsicherheiten und Sicherheiten als alltägliche Erfahrungen 15.12.2025–31.12.2025: Baba Tabak Trafik! Pop-Up-Ausstellung zur Geschichte der Tabak Trafik Tautter in der Paulustorgasse 43 VOLKSKUNDEMUSEUM AM PAULUSTOR

RkJQdWJsaXNoZXIy MjI2NDc=