VOLKSKULTURPREIS DES LANDES STEIERMARK das zwischen Hörspiel und Film angesiedelt ist. Die Grundlage für dieses bebilderte Hörspiel sind handschriftlich verfasste Hüttenbücher, die Huber auf seiner Alm vorfand. Sie beinhalten Einträge von Bauern, anderen Hütern, Jägern und Almbesucherinnen und -besuchern, die bis in die 1950er-Jahre zurückreichen. Auf Basis dieser Texte und eigener Interpretationen hat Huber schließlich eine Geschichte erschaffen, die vom Leben auf der Alm erzählt. Almkultur der letzten sieben Jahrzehnte Die Jury begründet ihre Entscheidung für die Vergabe des Volkskulturpreises an Christoph Huber mit folgenden Worten: „Mit dem feinsinnigen und berührenden bebilderten Hörspiel ‚Gestern hots grengt‘ hat Huber ein Herzensprojekt verwirklicht, das 2024 im Rahmen von ‚Signal am Dachstein‘ im Marmorsaal des Schlosses Trautenfels zur Uraufführung gelangte. Huber vereint originale Hüttenbucheinträge der Alm zu einer Erzählung über Veränderung und Beständigkeit, über zutiefst menschliche Empfindungen und Erfahrungen, über das Leben und Sterben. Christoph Huber – zu dessen Tätigkeitsfeldern neben der Fotografie auch das Schreiben und das Gitarrenspielen gehören – gelingt mit ‚Gestern hots grengt‘ ein wunderbares Zusammenspiel von Text, Bild und Klang. Die für das Hörspiel komponierte Musik von Klaus Meissnitzer lässt die karge Karstlandschaft des Dachsteinplateaus in eindrucksvoller Weise spürbar werden und verschmilzt mit den Bildern und Stimmen zu einer äußerst berührenden Wanderung durch die Geschichte unserer Almen.“ Zur Person Christoph Huber, geboren 1983, ist in Gröbming aufgewachsen und lebt heute mit seiner Familie in St. Martin am Grimming. Er ist gelernter Buchdrucker und diplomierter Fachsozialbetreuer (Behindertenarbeit). Seit 2014 ist er hauptberuflich als selbstständiger Fotograf tätig. Weitere Informationen Land Steiermark: Kunst- und Kulturpreise I www.kultur.steiermark.at Ausschnitt aus „Gestern hots grengt“. Foto: Hans Gruber. 61
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