EINFÜHRUNG All diese Beispiele verdeutlichen, wie wichtig das Zusammen- wirken der Volkskulturschaffenden gerade in Zeiten knapper werdender Budgets in den kommenden Jahren sein wird. und Kooperationen entwickeln. Es sind genau solche Momente, in denen klar wird, wozu derartige Treffen – insbesondere in Form von realen Begegnungen von Menschen – fähig sind. Sie führen Menschen, Meinungen, Perspektiven und Ideen zusammen. Gemeinsame Initiativen wie der österreichweit einzigartige Hochschullehrgang „Musik, Tanz und Handwerk aus der Steiermark: Volkskultur in der pädagogischen Praxis“, die zusammen mit dem Steirischen Volksbildungswerk entwickelte Idee einer verbandsübergreifenden Fortbildungsschiene – der „Vereinsakademie Steiermark“ – oder auch die regelmäßige mediale Präsenz wären ohne Koordination unter einem Dach weder möglich noch sinnvoll. Auch die Rolle als Schnittstelle und Ansprechpartner für Institutionen auf Bundes- oder Europaebene ist wichtig, um zentrale Kanäle des Wissenstransfers zu schaffen und einen raschen und effizienten Informationsaustausch zu gewährleisten. Beispielsweise konnten durch die Unterstützung der Volkskultur Steiermark GmbH in den vergangenen Jahren mehrere steirische Traditionen in das Nationale Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes aufgenommen werden. Die Bündelung unter einem gemeinsamen Dach ermöglicht darüber hinaus ein starkes Lobbying für volkskulturelle Anliegen und fördert einen umfassenden Blick auf die vielen und bunten Facetten des Themas. Publikationen wie diese machen die Breite des volkskulturellen Angebotes unseres Bundeslandes erst sicht- und spürbar. Neben der notwendigen und zu Recht geforderten finanziellen Ausstattung profitieren die Verbände und Vereine nämlich auch von einem breiten Netzwerk, abgestimmter Kommunikation und den Synergien eines Hauses für alle. Auch dieser Jahresbericht ist – wie stets – ein Abbild des gemeinsamen Handelns im vergangenen Jahr. In Zukunft wird es daher insbesondere darum gehen, dieses Zusammenrücken aller Verbände und Kooperationspartner zu intensivieren, den Mehrwert für die Teilnehmenden zu steigern und die Schlagkraft unserer steirischen Volkskultur weiter zu erhöhen. Gemeinsam im Miteinander. Simon Koiner-Graupp Geschäftsführer der Volkskultur Steiermark GmbH 5
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