Gelebte Volkskultur 2026

Im Tal der Geschichte(n) wurde 2025 erneut sichtbar, dass das Interesse am historischen Leben unserer ländlichen Vorfahren – mit seiner klaren Strukturiertheit, der Naturverbundenheit und Nachhaltigkeit, der Genügsamkeit, den handwerkliche Fähigkeiten u. v. m. – als eine der Grundlagen unserer Kultur bei den heute lebenden Generationen immer mehr zunimmt. Nicht nur Bräuche, Traditionen und Festlichkeiten erleben ein verstärktes Bewusstsein und Anerkennung in der Gesellschaft. In der historisch-wissenschaftlichen Erzählung darf dabei die Kehrseite nicht außer Acht gelassen werden, weshalb Abhängigkeiten, Einschränkungen, Armut, Angst u. a. m. in den Erzählungen nicht fehlen dürfen, die mitunter einen für Besucherinnen und Besucher ungeahnten Gegenpol zu einem allzu gerne romantisierten Bild von Genuss und Festlichkeit verdeutlichen. Auch 2025 haben wieder rund 42 Prozent der Besucher das Angebot der Vermittlungs-, Veranstaltungs- oder Kursprogramme angenommen, um in dieses sachliche, UNIVERSALMUSEUM JOANNEUM, ABTEILUNG VOLKSKUNDE Österreichisches Freilichtmuseum Stübing aber deswegen nicht minder erlebnishafte „Bild einer entschwundenen Zeit“ einzutauchen. Mit rund 67.500 Gästen zeichnete sich abermals eine positive Besucherentwicklung ab, die leider durch das wenig attraktive Wetter in den Herbstmonaten gedämpft wurde. Das Angebot an Schulprogrammen wurde erneut durch Lehrerfortbildungen vorgestellt und gerne angenommen, so dass die Ressourcen der Kulturvermittler an Grenzen stoßen. Styriarte: Sound of Austria, Uraufführung einer Serenade von Marie-Theres Härtel im Freilichtmuseum. Foto: ÖFM/UMJ. KULTURELLES ERBE 44

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