Sporgasse 23, 8010 Graz
Tel. +43 / 316 / 90 85 35
office@volkskultur-steiermark.at
www.volkskultur-steiermark.at
www.steirisches-heimatwerk.at
Öffnungszeiten:
Mo bis Do: 9.00 – 16.00 Uhr
Fr: 9.00 – 13.00 Uhr
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Der Palmsonntag ist der letzte Sonntag in der Fastenzeit, mit ihm beginnt die Karwoche. Am Palmsonntag wird in Erinnerung an den Einzug Jesus Christi nach Jerusalem eine Palmprozession mit regional charakteristischen Palmbuschen abgehalten. Dieser Umzug mit Segnung der Palmbuschen findet nach dem Einzug in der Kirche mit der heiligen Messe seinen Abschluss. Die verwendeten Palmbuschen können lokal sehr unterschiedlich in Größe bzw. Höhe und Machart ausgeformt sein, wobei man zwischen Handbüscherln und Büscherln auf Stöcken oder Stangen unterscheiden kann. Allen gemein ist die Tatsache, dass sie als Hauptbestanteil die „(Palm)Katzerln“ der Weidengewächse (Salicaceae) aufweisen. Dazu kommen dann, je nach regionaler Überlieferung, Zweige vom Buchs, Segenbaum, „Lebensbaum“ oder „Zedernbaum“ (Thuje). Gebunden wurden sie zumindest früher einmal am Freitag vor dem Palmsonntag vor Sonnenaufgang.
Übrigens, den Palmbuschen kommt nach dem Palmsonntag unterschiedlichste Verwendung zu, die einen werden in den Herrgottswinkeln aufgestellt, aus anderen werden am Karfreitag kleine Weihkreuze gefertigt, die am Ostersonntag in aller Herrgottsfrüh an Feld- und Wiesenrändern aufgesteckt werden, wieder andere liefern ihre Palmkätzchen als Zugabe von Räuchermischungen für die weihnachtlichen Raunächte und teilweise werden sie gar als Ganzes ins Feuer geworfen, um bei üblen Unwettern Haus und Hof Schutz zu bieten. Aber auch in Autos finden mittlerweile kleine Palmbuscherln als Segensbringer ihren Platz.
Wie unterschiedlich diese Buschen sein können, zeigen uns Beispiele aus dem Ausseerland, dem Paltental, dem Mariazellerland, dem Vulkanland oder dem Ennstal:
Gebunden wurden Palmbuschen in früheren Zeiten am Freitag vor dem Palmsonntag vor Sonnenaufgang.