Das Kulturerbe der Steirischen Eisenstraße entstand direkt aus dem alltäglichen berg- und hüttenmännischen Arbeitsgeschehen der Erzgewinnung. Heute wirkt die lange Geschichte dieser Bergbauregion noch in zahlreichen Praktiken wie dem Eisenerzer Bergmannstanz, dem bergmännischen Liedgut, der bergmännischen Frömmigkeit (unter anderem praktiziert in den Mettenschichten), der Bergmannsmesse, dem Ledersprung bei den Barbarafeiern in der Region und den umfangreichen studentischen Bräuchen der Montanuniversität Leoben und vielem mehr nach und weiter. Das Verbindende bei all diesen Bräuchen und Ritualen ist die seit Jahrhunderten überlieferte Tracht, die seit 1882 in der Leobener Maßschneiderei Woschner – der letzten Schneiderei Österreichs, die den Bergkittel noch original in Handarbeit herstellt – gefertigt wird. Die erfolgreiche Bergbautätigkeit am Erzberg und die traditionsreiche Montanuniversität Leoben bilden eine fundierte Basis für den langfristigen Erhalt des gelebten Kulturerbes.