Volkskultur Steiermark GmbH

Öffnungszeiten:
Mo bis Do: 9.00 – 16.00 Uhr
Fr: 9.00 – 13.00 Uhr

Volkskultur Steiermark GmbH

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Steirischer Harmonika-Award 2026 im Steiermarkhof verliehen

Vier Auszeichnungen für besondere Verdienste um Volksmusik und Volkskultur

Im Steiermarkhof wurden die Steirischen Harmonika-Awards 2026 verliehen. Die Auszeichnung wurde vor 14 Jahren von Gottfried Hubmann und Johann Murg ins Leben gerufen und heuer als offizieller öffentlicher Preis zum siebenten Mal vom Harmonikaverband Österreichs gemeinsam mit der Volkskultur Steiermark GmbH vergeben.



Der Steirische Harmonika-Award steht für Ausbildung, Qualität, Fortbildung, Tradition, Kreativität und Innovation. Ziel der Auszeichnung ist es, Musikantinnen und Musikanten sowie Persönlichkeiten zu würdigen, die sich in außergewöhnlicher Weise auf ihrem Gebiet verdient gemacht haben.



Moderator Karl Lenz führte humorvoll durch den Abend. Das Award-Gremium besteht neben den Gründern Gottfried Hubmann und Johann Murg aus Simon Koiner, Werner Weibert, Helmut Koini, Gerhard Potzmann und Gregor Mörth.



Ausgezeichnet wurden Klara Mißebner mit dem Jugendpreis, die Florianer Tanzbodenmusi mit dem Volksmusikpreis, Wolfram Märzendorfer für sein Lebenswerk sowie Prof. Franz Steiner mit dem Ehren-Award.

Gruppenfoto mit allen Preisträgern des 7. Steirischen Harmonika-Awards
Foto: Alois Rumpf

Klara Mißebner, die Florianer Tanzbodenmusi, Wolfram Märzendorfer und Prof. Franz Steiner wurden mit den Steirischen Harmonika-Awards 2026 ausgezeichnet.

Der Ehren-Award ging an den Södinger Prof. Franz Steiner, besser bekannt als Steiner Franz. Da er aus gesundheitlichen Gründen nicht persönlich anwesend sein konnte, nahm seine Tochter Beate McGinn die Auszeichnung stellvertretend entgegen. Überreicht wurden Urkunde und Anstecknadel von LAbg. Silvia Karelly und Gemeindebundpräsident Bgm. Erwin Dirnberger.

 

Simon Koiner würdigte in seiner Ansprache das vielfältige Wirken des am 9. August 1941 in Söding geborenen Franz Steiner. Gemeinsam mit seinem Bruder Peter erhielt er eine fundierte musikalische Ausbildung und lernte am damaligen Landeskonservatorium in Graz. Erste musikalische Erfahrungen sammelte er mit der familieneigenen Hausmusik.

 

Von 1968 bis 1977 war Franz Steiner nach seiner Ausbildung an der PÄDAK Graz als Hauptschullehrer tätig. In dieser Zeit leitete er den MGV Stallhofen sowie den Singkreis Kainachboden. Mit dem Schulchor der Hauptschule Mooskirchen feierte er zweimal den Landessieg; eine Konzertreise führte 1974 nach Israel.

 

Von 1969 bis 1975 war Steiner mit den Mooskirchner Altsteirern am Hackbrett unterwegs. Die Gruppe war durch die Initiative von Heinz Pitscheneder wiederbelebt worden, erhielt den Europapreis für Volkskultur und absolvierte 243 Auftritte, darunter zahlreiche Radio- und Fernsehauftritte.

 

1977 wurde Franz Steiner auf Wunsch des damaligen Intendanten Emil Breisach Leiter der Abteilung Volkskultur beim ORF Steiermark. Als Radio- und Fernsehmann prägte er die regionale Volksmusik nachhaltig. „Steiner Franz“, wie er weithin genannt wurde, wurde zum Markenzeichen. Es blieb ihm stets ein Anliegen, Volkskultur in ihren unterschiedlichen Facetten und regionalen Ausprägungen lebendig zu halten. Auch das nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit geratene Maschtasingen belebte er wieder.

 

Für sein Wirken erhielt Franz Steiner zahlreiche Auszeichnungen und Ehrungen, darunter das Große Ehrenzeichen des Landes Steiermark sowie den Berufstitel „Professor“. Seit seinem Ruhestand widmet er sich auch der Malerei, insbesondere der Hinterglasmalerei seines väterlichen Freundes Franz Weiß.

Bilder der Preisverleihung: